Krankenkassen bezuschussen Kauf von Fitness-Trackern

Endlich ist es amtlich. Die ersten Krankenkassen bezuschussen den Kauf eines Fitness-Trackers mit 50 Euro. Die Rechnung der Versicherer ist einfach. Mitglieder, die aktiv sind und sich mehr bewegen, sind statistisch gesehen auch weniger krank. Wobei "weniger" wohl eher bedeutet, weniger teuer für die Versicherer.

Weltweit experimentieren die Krankenversicherer mit dem Thema Wearables, die die Fitness verbessern. In Deutschland gehen jetzt die AOK-Nord-Ost und die private DKV mit entsprechenden Angeboten an den Markt. Wenn auch noch zaghaft. Man bezuschusst den Kauf von Fitness-Geräten und Fitness-Trackern mit 50% des Kaufpreises, höchstens aber 50 Euro. Ein positiver Anfang! Selbst die Apple Watch wird bezuschusst. Bleibt abzuwarten, ob auch andere Smartwatches mit Fitness-Tracking-Funktionen bald bezuschusst werden.

Einhellig beteuern die Versicherer, dass man lediglich an der Gesundheit der Mitglieder interessiert sei, nicht an den Daten. Es wird also nicht kontrolliert, ob der Versicherte den Tracker dann auch wirklich nutzt oder was er oder sie damit macht. Man vertraue seinen Mitgliedern.

Auch die TK plant konkret die Bezuschussung von Fitness-Trackern und Smartwatches durch eine 90 Euro Prämie oder einer höheren Gesundheitsdividene. Ein entsprechender Antrag liegt der Aufsichtsbehörde zur Genehmigung vor.

Es kommt also Bewegung in einen sonst recht tradierten Markt. Durch die Bezuschussung von Wearables können sich die Versicherungen von einander differenzieren und machen sich attraktiver für die optimale Zielgruppe der 18-39 jährigen.

In ein paar Jahren dürften solche Zuschüsse/ Angebote wenig zur Differenzierung beitragen, da alle Versicherer derartige Modelle anbieten werden. Es ist dann davon auszugehen, dass jedes Mitglied einen Fitness-Tracker umsonst bzw. voll bezuschsst bekommt, solange der Versicherte, die Daten mit seiner Kasse teilt. Wer eh sein Leben in den Sozialen Medien teilt, ist wahrscheinlich auch bereit seine Bewegungsdaten zu teilen. Wenns dafür eine Apple-Watch umsonst gibt? Warum nicht.

Ob es eines Tages zu individuellen Policen basierend auf unseren Bewegungsmustern, Alkoholkonsum, Ernährung etc. kommt, bleibt abzuwarten. Gerade für private Kranken- und Lebensversicherer definitiv von Interesse. In Japan schon Alltag... smarte Toiletten, die den Urin beim morgendlichen Wasserlassen auf Krankheiten, Fettwerte, Hormonspiegel, Drogen, Alkohol etc. analysieren. Wenn dann die Versicherer automatisiert auf unsere Klos zugreifen...

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